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Guide · 6 Min. Lesezeit · 22. Oktober 2026

Lead-Funnel: So baust du einen, der Anfragen statt Klicks bringt

Laptop mit einem Planungs-Board für Marketing-Inhalte bei den Bagaluten

Die Anzeigen laufen, die Klicks kommen, und im Postfach liegt: nichts. Kurz gesagt: Ein Lead-Funnel ist der geplante Weg vom ersten Kontakt mit deiner Anzeige bis zur echten Anfrage. Er sorgt dafür, dass aus Fremden Interessenten werden und aus Interessenten Leute, die mit dir reden wollen.

In diesem Guide liest du, was ein Lead-Funnel ist, aus welchen Stufen er besteht, wie du ihn aufbaust, wie du auch ohne Werbebudget Leads generierst und wovon abhängt, was ein Lead kosten darf.

Was ist ein Lead-Funnel?

Ein Lead-Funnel ist ein Trichter mit festen Stufen: Aufmerksamkeit, Interesse, Kontakt. Oben kommen viele Menschen rein, unten kommen weniger, aber passende Anfragen raus.

Ein Lead ist jemand, der dir seine Kontaktdaten gibt, weil er sich für dein Angebot interessiert. Das kann ein ausgefülltes Formular sein, ein gebuchter Termin, ein Anruf oder ein Download. Ein Klick ist noch kein Lead. Ein Like schon gar nicht.

Der Funnel hat drei Stufen, die du kennen solltest:

  • Oben (Aufmerksamkeit): Menschen sehen dich zum ersten Mal, über eine Anzeige, einen Post oder die Google-Suche. Hier geht es um den Stopp im Feed.
  • Mitte (Interesse): Sie wollen mehr wissen. Eine Landingpage, ein Video, ein Beispiel. Mehr dazu im Glossar unter Middle of the Funnel.
  • Unten (Kontakt): Sie werden aktiv. Formular, Termin, Anruf. Das ist der Bottom of the Funnel, und hier entscheidet sich, ob dein Budget etwas gebracht hat.

Was versteht man unter Leads generieren?

Leads generieren heißt, gezielt Kontakte von Menschen einzusammeln, die zu deinem Angebot passen und Interesse zeigen. Nicht möglichst viele, sondern möglichst passende.

Der häufigste Fehler: Man optimiert auf Masse. Hundert Formulare von Leuten, die nur das Gratis-PDF wollten, bringen deinem Vertrieb weniger als zehn Anfragen von Firmen, die wirklich ein Problem haben. Darum unterscheiden wir zwischen einem einfachen Lead und einem qualifizierten Lead, der zu Branche, Größe und Bedarf passt.

Im B2B ist das noch wichtiger. Bei der Leadgenerierung B2B entscheidet selten eine Person allein, die Wege sind länger, und ein falscher Lead kostet deinen Vertrieb Stunden. Ein guter Funnel filtert deshalb früh, zum Beispiel mit zwei, drei klaren Fragen im Formular.

Wie baust du einen Lead-Funnel auf?

Ein Lead-Funnel entsteht in sechs Schritten: Zielgruppe, Angebot, Anzeige, Landingpage, Nachfassen und Messen. Wer mit der Anzeige anfängt, fängt am falschen Ende an.

  1. Zielgruppe klären: Wen willst du erreichen, und was nervt diese Leute gerade? Je genauer, desto günstiger wird jeder Kontakt.
  2. Angebot festlegen: Warum sollte jemand seine Daten hergeben? Ein Erstgespräch, ein Check, eine Checkliste. Das Angebot muss für die Zielgruppe einen echten Wert haben.
  3. Anzeige und Hook bauen: Die ersten Sekunden entscheiden. Problem benennen, nicht Firmengeschichte erzählen.
  4. Landingpage mit einem Ziel: Eine Seite, ein Button, ein kurzes Formular. Kein Menü, das ablenkt.
  5. Nachfassen: Wer sich einträgt, bekommt schnell eine Antwort. Für Leute, die noch nicht so weit sind, hilft Lead Nurturing, also gezielte Inhalte, bis sie bereit sind.
  6. Messen und nachschärfen: Jede Anfrage wird der Anzeige und dem Kanal zugeordnet, aus dem sie kam. Sonst weißt du nie, was funktioniert.

Erst schauen, dann schalten

Bevor wir eine einzige Anzeige bauen, schauen wir uns an, was im Markt schon läuft. Anzeigen der Wettbewerber, die seit Wochen aktiv sind, funktionieren meistens. Deren Hooks und Angebote zeigen dir, was deine Zielgruppe anspricht, und vor allem, welche Lücke noch keiner besetzt.

Nicht zwei Anzeigen testen, sondern viele

Ein klassischer A/B-Test vergleicht zwei Varianten. Im Funnel lohnt es sich, viel mehr ins Rennen zu schicken: verschiedene Hooks, Formate, Motive und Angebote. Was nicht zieht, fliegt raus, die Gewinner bekommen das Budget. So arbeiten wir auf unserer Seite zu Digital Sales.

Wie kannst du kostenlos Leads generieren?

Kostenlos heißt ohne Werbebudget, nicht ohne Aufwand. Du bezahlst mit Zeit statt mit Geld.

  • Google-Unternehmensprofil pflegen: Wer nach einer Leistung plus Ort sucht, sieht oft zuerst die Profile auf der Karte. Fotos, Leistungen und Bewertungen aktuell halten.
  • Website auf Anfragen trimmen: Klare Headline, ein Ziel, Telefonnummer oben, kurzes Formular. Wie wir das angehen, zeigen wir bei Websites, die Anfragen bringen.
  • Inhalte, die Fragen beantworten: Blogartikel und Videos zu den Fragen, die deine Kunden wirklich stellen. Das ist Inbound Marketing: Die Leute kommen zu dir.
  • Social Media mit Haltung: Regelmäßig posten, mit echten Gesichtern statt Stockfotos. Ein fester Redaktionsplan hilft, dranzubleiben.
  • Empfehlungen aktiv einsammeln: Zufriedene Kunden fragen, ob sie dich weiterempfehlen. Klingt banal, macht kaum jemand systematisch.

Der Haken: Organisch dauert. Wer schnell planbar Anfragen braucht, kommt um bezahlte Anzeigen selten herum. Beides zusammen ist meistens der stärkste Weg.

Kostenloses Erstgespräch →

Wie viel sollte ein Lead kosten?

Was ein Lead kosten darf, hängt davon ab, was ein Kunde dir wert ist und wie viele Leads du brauchst, bis einer kauft. Eine feste Zahl, die für alle passt, gibt es nicht.

Rechne rückwärts: Was bringt dir ein neuer Kunde im Schnitt? Wie viele Anfragen brauchst du, bis einer unterschreibt? Daraus ergibt sich, was ein einzelner Lead höchstens kosten darf, damit sich die Kampagne rechnet. Die Kennzahl dafür heißt Cost per Lead.

Diese Punkte treiben die Kosten pro Lead nach oben oder unten:

  • Branche und Wettbewerb: Wo viele um dieselbe Zielgruppe werben, wird jeder Kontakt teurer.
  • Zielgruppe: Geschäftsführer im Mittelstand sind schwerer zu erreichen als eine breite Zielgruppe.
  • Angebot: Ein Erstgespräch ist eine größere Hürde als ein Download. Weniger Leads, dafür meistens bessere.
  • Creatives: Eine Anzeige, die stoppt, senkt die Kosten. Eine, die keiner sieht, treibt sie hoch.
  • Landingpage: Jede unnötige Hürde im Formular kostet Anfragen, die du schon bezahlt hast.

Was kostet Facebook-Werbung?

Auch bei Facebook und Instagram gibt es keinen festen Preis. Meta vergibt Werbeplätze in einer Anzeigenauktion: Was du zahlst, hängt von deinem Budget, deiner Zielgruppe, der Konkurrenz um diese Zielgruppe und davon ab, wie relevant deine Anzeige ist. Du legst ein Budget fest und entscheidest selbst, wie viel du ausgibst. Was das für deinen Fall bedeutet, sagen wir dir im kostenlosen Erstgespräch.

Woran du einen Funnel erkennst, der Geld verbrennt

Ein Funnel verbrennt Geld, wenn keiner sagen kann, welche Anzeige welche Anfrage gebracht hat. Dann steuerst du blind.

  • Der Report kommt als PDF und erklärt, warum es diesen Monat nicht so lief.
  • Die Kosten pro Lead steigen, und niemand weiß warum.
  • Der Vertrieb sagt: Die Leads aus den Anzeigen taugen nichts.
  • Kein Nachfassen: Anfragen bleiben tagelang liegen, bis der Interessent längst woanders angefragt hat.

Wer nicht klickt, ist übrigens nicht automatisch verloren. Manche Zielgruppen erreichst du besser mit einer persönlichen Ansprache als mit Anzeigen. Wie das mit KI-Unterstützung aussehen kann, zeigen wir bei der KI-Akquise.

Video Ad für DeepImmo im Hochformat
Video Ads für DeepImmo

Ein Beispiel aus unserer Arbeit: Für DeepImmo haben wir Erklär-, Vortrags- und Loom-Ads gebaut, die Maklern in wenigen Sekunden zeigen, was die Software ihnen abnimmt. Genau das ist der Job der obersten Stufe: Problem zeigen, Interesse wecken, den nächsten Schritt leicht machen.

Fazit: Ein Lead-Funnel ist ein System, keine Anzeige

Ein Lead-Funnel führt Menschen in klaren Stufen von der ersten Anzeige bis zur Anfrage. Er funktioniert, wenn Zielgruppe, Angebot, Landingpage und Nachfassen zusammenpassen und jede Anfrage messbar ist. Was ein Lead kosten darf, rechnest du von deinem Kundenwert rückwärts.

Du willst wissen, wo dein Funnel Anfragen verliert? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir drauf und sagen dir ehrlich, was sich lohnt. Beispiele findest du in unseren Cases.

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Jan von den Bagaluten
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