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Guide · 8 Min. Lesezeit · 29. Oktober 2026

Website erstellen lassen: Kosten verstehen und Angebote vergleichen

Lächelnde Frau im Profil vor einem handbeschriebenen Flipchart

Du willst eine Website erstellen lassen und vorher wissen, was das kostet? Gute Idee, denn drei Angebote für dieselbe Seite können sich deutlich unterscheiden. Die Kosten hängen vor allem davon ab, wie viele Seiten du brauchst, wer Texte und Fotos liefert und was die Seite technisch können muss. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Domain und Pflege. Eine klare Einschätzung für dein Projekt bekommst du im kostenlosen Erstgespräch.

Hier liest du, welche Faktoren den Preis treiben, wann Baukasten, Freelancer oder Agentur passen, was nach dem Launch jeden Monat anfällt und wie du zwei Angebote so nebeneinanderlegst, dass du sie wirklich vergleichen kannst. Wie wir selbst Websites bauen, steht auf unserer Seite Websites, die Anfragen bringen.

Was kostet eine Website?

Darauf gibt es keine ehrliche Pauschalantwort, weil „eine Website“ alles sein kann, vom Onepager bis zum Auftritt mit Buchungssystem. Der Preis ergibt sich aus den Stunden für Planung, Inhalte, Gestaltung und Technik.

Viele Ratgeber im Netz arbeiten mit Preisspannen und Rechnern. Das Problem dabei: Hinter derselben Summe kann eine Vorlage mit deinem Logo stecken oder eine Seite mit Konzept, eigenen Fotos und Messung. Die Zahl sagt dir nicht, was du dafür bekommst. Deshalb nennen wir hier keine Preise, sondern die Stellschrauben, an denen sich der Preis entscheidet.

Übrigens: Ob du es Website oder Homepage nennst, ist egal. Was es kostet, eine Homepage erstellen zu lassen, hängt an genau denselben Punkten.

Wovon hängt der Preis einer Website ab?

Von sieben Entscheidungen, die du am besten vor der ersten Anfrage triffst. Jede davon verschiebt den Aufwand, und damit das Budget.

1. Umfang: Onepager oder Auftritt mit vielen Seiten

Eine einzelne Seite, auf der alles steht, ist schneller fertig als ein Auftritt mit eigener Seite für jede Leistung, jeden Standort und eine Karriereseite obendrauf. Jede Seitenart muss geplant, gestaltet und befüllt werden. Mehrere Sprachen verdoppeln schnell einen Teil der Arbeit.

2. Texte: Wer schreibt?

Hier verschätzen sich viele. „Die Texte liefern wir“ klingt günstig, bis das Projekt wochenlang auf die Leistungsbeschreibung wartet. Texte, die auf die Fragen deiner Kunden und auf Suchbegriffe zugeschnitten sind, kosten Zeit, sind aber der Teil, den Besucher tatsächlich lesen.

3. Fotos und Video

Stockbilder sind schnell eingebaut und sehen schnell aus wie auf jeder anderen Seite. Ein eigenes Shooting oder ein kurzer Film kostet einen Drehtag und Nachbearbeitung, zeigt dafür dich, dein Team und deine Arbeit. Dazwischen gibt es Mischformen, etwa eigene Fotos für die wichtigsten Seiten und Grafiken für den Rest.

4. Funktionen und Schnittstellen

Ein Kontaktformular ist Standard. Terminbuchung, Shop, Bewerbung per Handy, Kundenlogin oder die Anbindung an dein CRM, deinen Newsletter oder ein Buchungssystem sind eigene Bausteine. Je mehr Systeme miteinander reden müssen, desto mehr Arbeit steckt in Einrichtung und Test.

5. Design und Technik

Eine angepasste Vorlage ist etwas anderes als ein Layout, das für deine Kunden entworfen wird. Dazu kommt die Frage, auf welchem System die Seite läuft und ob du Inhalte später selbst änderst. Dafür braucht es ein Content-Management-System, das eingerichtet und erklärt werden muss. Ob WordPress oder ein Baukasten besser zu dir passt, ist eine eigene Frage. Für die Kosten zählt vor allem, wer die Technik danach pflegt.

6. SEO-Grundlagen

Saubere Seitenstruktur, Titel und Beschreibungen, schnelle Ladezeit und eine Sitemap gehören in jede neue Website. Das ist Onpage-Optimierung als Grundlage. Laufende Suchmaschinenoptimierung mit neuen Inhalten und Auswertung ist ein eigener Posten. Achte darauf, dass im Angebot steht, was davon drin ist.

7. Barrierefreiheit

Gute Kontraste, lesbare Schriften, Alternativtexte für Bilder und eine Seite, die sich auch per Tastatur bedienen lässt. Verkaufst du online an Verbraucher, kann das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für dich gelten. Ob es dich betrifft, klärst du am besten, bevor gebaut wird. Nachrüsten ist meist teurer als gleich mitdenken.

Wie weit der Umfang auseinandergehen kann, zeigen zwei unserer Projekte. Für Fit mit Julia, ein Fitnessstudio in Neumünster, ging es um Funktionen: Kursplan, eigene Seiten pro Kurs und eine Buchungsanfrage, bei der Kurs und Termin gleich mitkommen. Beim Relaunch für P+P Schleifer lag der Schwerpunkt woanders, nämlich auf echten Fotos aus der Kanzlei statt Stockbildern und Leistungen, die man schnell überblickt. Zwei Websites, zwei ganz verschiedene Kostentreiber.

Kursteilnehmende auf Matten in einem hellen Fitnessstudio
Fit mit Julia: Website in Webflow mit Kursplan und Buchungsanfrage

Baukasten, Freelancer oder Agentur: Was passt wann?

Die drei Wege unterscheiden sich weniger im Werkzeug als darin, wie viel Arbeit bei dir bleibt. Je weniger du selbst machst, desto höher die Startkosten und desto weniger Zeit kostet es dich.

  • Baukasten: Du bekommst Vorlagen und Hosting im Paket. Texte, Fotos, Aufbau, Google und Pflege machst du selbst. Passt für eine einfache Präsenz, wenn du Zeit hast und gern selbst bastelst.
  • Freelancer: Eine Person baut dir die Seite, oft Design und Technik. Texte, Fotos und Strategie musst du meist selbst liefern oder extra einkaufen. Passt, wenn du genau weißt, was auf die Seite soll, und jemanden für die Umsetzung suchst.
  • Agentur: Ein Team übernimmt Konzept, Texte, Fotos oder Video, Gestaltung, Technik und Messung aus einer Hand. Passt, wenn die Seite Anfragen oder Bewerbungen bringen soll und du nicht selbst Projektleiter spielen willst.

Wer die Kosten einer Webdesign-Agentur mit einem Baukasten-Abo vergleicht, vergleicht also zwei verschiedene Dinge. Die ehrlichere Frage lautet: Was kostet mich der Weg, wenn ich meine eigenen Stunden mitrechne? Speziell für Handwerksbetriebe haben wir das in Website für Handwerker durchgespielt. Brauchst du erst mal nur eine Seite für ein einziges Angebot, kann auch eine Landingpage reichen.

Laufende Kosten: Was kostet eine Website pro Monat?

Mit dem Launch ist das Budget nicht erledigt. Eine Website hat laufende Kosten, die du vorher kennen solltest, damit sie dich nicht jedes Jahr neu überraschen.

  • Domain: deine Adresse im Netz, jährlich zu verlängern. Sie sollte auf deinen Namen laufen, nicht auf den der Agentur.
  • Hosting: der Server, auf dem die Seite liegt. Bei Baukästen und manchen Systemen steckt es im Abo, sonst ist es ein eigener Vertrag.
  • Lizenzen: CMS-Tarif, Erweiterungen, Schriften, Buchungs- oder Formular-Tools. Einzeln klein, zusammen schnell ein spürbarer Posten.
  • Wartung und Sicherheit: Updates, Backups, Sicherheitsfixes. Wer das schleifen lässt, zahlt später für die Reparatur.
  • Pflege: neue Fotos, aktuelle Leistungen, Stellenanzeigen. Machst du das selbst über das CMS, kostet es deine Zeit statt Geld.
  • Weiterentwicklung: neue Seiten, Tests, Auswertung der Messdaten. Gute Seiten werden nach dem Launch besser, nicht schlechter.

Frag bei jedem Angebot, welche dieser Posten drin sind, welche du selbst trägst und welche jemand anderes für dich übernimmt.

Wie vergleichst du zwei Angebote für eine Website?

Schau nicht zuerst auf die Summe unten rechts, sondern auf das, was darüber steht. Fehlen Texte, Fotos oder Messung, zahlst du sie später trotzdem, nur eben mit einer zweiten Rechnung.

Was muss im Angebot stehen?

Ein seriöses Angebot beantwortet diese Fragen schwarz auf weiß. Fehlt etwas, frag nach, bevor du unterschreibst.

  1. Umfang: Welche Seiten und Seitentypen werden gebaut? Wie viele Sprachen?
  2. Inhalte: Wer schreibt die Texte, wer liefert Fotos und Video? Und was passiert, wenn deine Zulieferung später kommt?
  3. Gestaltung: Vorlage oder eigenes Layout? Wie viele Entwürfe und Korrekturrunden sind drin?
  4. Technik: Auf welchem System läuft die Seite? Kannst du Inhalte selbst ändern, und bekommst du eine Einweisung?
  5. Funktionen: Formulare, Buchung, Schnittstellen, jeweils einzeln aufgeführt.
  6. SEO und Messung: Welche Grundlagen sind drin? Wird gemessen, wie viele Besucher anfragen? Bei einem Relaunch außerdem: Werden alte Adressen sauber weitergeleitet?
  7. Eigentum: Laufen Domain, Hosting-Zugang und Inhalte auf dich? Was bekommst du, wenn die Zusammenarbeit endet?
  8. Laufende Kosten: getrennt ausgewiesen, mit Laufzeit und Kündigungsfrist.
  9. Zeitplan: Wann ist was fertig, und was musst du bis wann zuliefern?

Wer alle neun Punkte offen beantwortet, macht es dir leicht, ihm zu vertrauen. Weicht jemand bei Eigentum oder Laufzeit aus, frag genauer nach.

Versteckte Kosten, die gern später kommen

  • Bildrechte: Fotos aus dem Netz ohne Lizenz können teuer werden. Kläre, wer die Rechte an jedem Bild hat.
  • Texte „vom Kunden“: Was als Ersparnis gedacht war, wird zum Engpass. Plan Zeit oder Budget dafür ein.
  • Änderungsschleifen: Oft sind zwei Runden drin und jede weitere kostet extra. Steht das nicht im Angebot, wird es später diskutiert.
  • Abo-Bindung: Bei Mietmodellen kann die Seite dem Anbieter gehören. Endet der Vertrag, kann auch die Website weg sein.
  • Umzug: Willst du später wechseln, lassen sich manche Systeme kaum exportieren. Dann fängst du von vorn an.

Wenn du schon eine Seite hast und sie ersetzen willst, kommen noch Weiterleitungen und der Umzug alter Inhalte dazu. Worauf du dabei achten musst, steht in unserem Guide zum Website-Relaunch.

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Lohnt sich eine Website, die mehr kostet?

Das entscheidet nicht die Rechnung, sondern das, was danach passiert. Die richtige Vergleichsgröße ist nicht „gar keine Website“, sondern die Anfragen, die ohne gute Seite an dir vorbeigehen.

Stell dir zwei einfache Fragen. Was ist dir ein neuer Kunde oder ein neuer Mitarbeiter wert? Und wie viele davon müsste die Seite im Jahr bringen, damit sie sich rechnet? Eine Seite, bei der niemand anfragt, ist auch dann rausgeworfenes Geld, wenn sie wenig gekostet hat.

Deshalb lohnt sich der Blick auf Messung schon im Angebot. Nur wer weiß, wie viele Besucher anfragen, kann die Seite nach dem Launch gezielt verbessern. Wie das geht, liest du in unserem Guide zur Conversion Rate Optimierung.

Fazit: Kostentreiber kennen, Angebote richtig lesen

Die Kosten für eine Website hängen von Umfang, Texten, Fotos, Funktionen, Technik, SEO-Grundlagen und Barrierefreiheit ab. Dazu kommen laufende Kosten für Domain, Hosting, Wartung und Pflege. Baukasten, Freelancer und Agentur unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Arbeit bei dir bleibt. Zwei Angebote vergleichst du über Leistungsumfang, Eigentum und laufende Kosten.

Du willst wissen, womit du für deine Seite rechnen musst? Im kostenlosen Erstgespräch erzählst du uns, was die Website können soll, und bekommst eine klare Einschätzung, wie wir sie umsetzen würden. Beispiele aus echten Projekten findest du in unseren Cases.

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Jan von den Bagaluten
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